Chorverband Filder

Chortage rocken die Filderhalle

Die Chortage, die am Sonnabend ihren fulminanten Auftakt in Neuhausen erlebten, wurden in Leinfeldens Filderhalle am Sonntag, 21. Juni, fortgesetzt. Vor einem kleinen, aber nicht minder feinen Publikum gaben der LK Musberg mit dem SwingTeamLE, der Sängerbund Ruit, der LK Plattenhardt Swingchor, der Onnenchor, die Chorgemeinschaft Leinfelden-Unteraichen im Takt und der LK Möhringen mit den Local vocals ihre Visitenkarte ab.

Den Auftakt machte der LK Musberg unter der Leitung von Uljana Lauterbach mit einem Ausschnitt aus der Italienreise, damit einem eher konventionellen Stück, für das sich das Publikum mit freundlichem Applaus bedankte. Ambitioniert präsentierte sich das SwingTeamLE –ein reiner Frauenchor- mit seiner ganz eigenen Version von „Sway“, der „One Note Samba“ und dem Wise-Guys –Hit „Jetzt ist Sommer“ an. Beide Chöre schlossen mit „Brazil“, einer Hommage an den Gastgeber der für Deutschland so erfolgreichen WM 2014, und dem unkaputtbaren „Wochenend und Sonnenschein“, angesichts des drohenden Regens eher ein Hilferuf, ab.

Die so geschaffene südamerikanische Ferienlaune geschickt ausnutzend bot der Sängerbund Ruit unter der Leitung von Claudia Großekathöfer eine musikalische Reise durch Argentinien (La Jesucita), Mexiko (Habanera von Mazatlan, La Cucaracha, Cielito Lindo) und Spanien (Baraba Ba) an, auf die das Publikum gerne mitkam.DSC06688

 

Vor der Pause präsentierte der LK Plattenhardt Swingchor Sound of Silence- Sound of Joy. Geleitet von der neuen Chorleiterin Zuzana Kissova und mit einer interessanten Choreographie sang der Chor auf Deutsch „Du passt so gut zu mir“ und „Alles nur geklaut“ und auf Englisch „Sound of Silence“, „Top of the world“ und „Hit the Road Jack“.

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Nach der Pause setzte der Onnenchor mit seinem A-cappella-Auftritt einen auch sprachlichen Contrapunkt, denn es ging nach Südafrika (Tshotsholoa), Frankreich (Tourdion, ein Trinklied aus dem 17. Jahrhundert), Ungarn (Dana, dana) und England (Old Mac Donald had a Farm, in einem ungewöhnlichen Arrangement). Deutschland wurde mit dem Heuwalzer angesprochen.
Herausragend war „Rondes“ aus Schweden. Chorleiter Manfred Onnen entschuldigte sich schon vor dem Stück. Er präsentierte die Noten zu dem Stück und betonte, dass es sich dabei nicht um einen Schnittmusterbogen handle. Der Komponist Folke Rabe schreibt zu dem Stück: “In the 1960s I was, along with many colleagues, interested in composing with timbres as a form-defining element. I was also interested in extending the means of expression in voices and instruments. Consequently I wrote a piece that was not based on a text but on vocal sounds that you perhaps cannot find in any language. Furthermore, in those years I was (and I still am!) interested in the visual aspects of music performances, e.g. to compose the movements of musicians and singers on stage. All the mentioned aspects are present in Rondes.”
Mit anderen Worten: Es handelt sich um ein Gesamtkunstwerk, das gehört und gesehen werden will, das mit herkömmlichen Hörgewohnheiten bricht, dessen Aussage sich spät, wenn nicht nie, dem Publikum erschließt. Ein hochinteressanter Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.

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Die Chorgemeinschaft Leinfelden-Unteraichen im Takt unter Wilfried Warth holte mit einem Beatles- und zwei Gospel-Medleys das Publikum wieder in den grauverregneten Sonntag zurück.

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Den Abschluss eines rundherum gelungenen Konzertabends bildeten der LK Möhringen und die Local Vocals, die ihren Erfolgsschlager „My fair Lady“ jetzt in Leinfelden präsentierten. Der Autor fühlte sich an die wunderbare Aufführung im Oktober des letzten Jahres erinnert.

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Auch dieser Abend war eine runde Sache. Alle Chöre haben sich von „ihrer Seite“ präsentiert und boten damit ein wahrlich buntes Kaleidoskop. Eine kurzweilige Zeit, die Lust auf die anderen Veranstaltungen der Chortage macht.

(JH, von dem auch die Fotos stammen)

 


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